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Das Ende des legendären Chelsea-Hotel in New York

Ein Stück altes New York steht zum Verkauf: Das sagenumwobene Hotel Chelsea im gleichnamigen Viertel auf der Westseite Manhattans soll verkauft werden. Das 1884 erbaute 12-stöckige Gebäude stellte in den letzten 70 Jahren eine der bekanntesten Anlaufstellen für Künstler aus der ganzen Welt dar. Das Selbstverständnis des Hotels war niemals rein betriebswirtschaftlich ausgerichtet, sondern man wollte die Kunst und die Kunstschaffenden fördern.

So gehörte es in dem in der 23rd Street gelegenen Hotel zum guten Ton, mittellosen Künstlern nicht ihr letztes Hemd zu nehmen, sondern als alternative Bezahlung Kunstwerke von ihnen zu akzeptieren. Die Nachsichtigkeit gegenüber Künstlern, die nicht bezahlen konnten, machte den Ruf des Chelsea Hotels aus und lockte immer wieder große Namen des Showbiz nach New York. Besonders in den 1960er und 1970er Jahren war das Chelsea der Inbegriff für die Boheme-Kultur jener Zeit und unterschiedliche Vorfälle führen zu einer starken Legendenbildung, die das Hotel noch heute umgibt.

Doch nun soll dies alles ein Ende haben: Die Eigentümergruppe hat sich entschieden, das Hotel zu verkaufen, da es unter der Prämisse der letzten Jahre nicht mehr wirtschaftlich zu führen war. Neben 125 Hotelzimmern gibt es zwar auch 100 Mietwohnungen, die regelmäßige Einkünfte versprechen, doch auch diese konnten das Hotel nicht retten. Darüber hinaus muss das unter Denkmalschutz stehende Gebäude dringend renoviert und saniert werden. Der Traum von freier Kunst und freien Künstlern scheint in die Jahre gekommen zu sein.

Quelle: faz.net
Bild: Matthew (Flickr)

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