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Das Berghain ruft: Berlins weltberühmter Szeneclub hat's in sich!

Eins steht fest: Wer dem legendären Technoclub "Berghain" am Wriezener Bahnhof im Berliner Stadtviertel Friedrichshain einen Besuch abstatten will, der muss vorab mit starken Nerven an dem piercingbehangenen Türsteher vorbeikommen: Denn sicher ist es meistens nicht, ob man auch einen Fuß in den berühmt-berüchtigten Laden setzen darf!

Was ist aber nun wirklich das Erfolgsgeheimnis des Clubs, der jüngst von der britischen Zeitschrift "DJ Mag" zum besten Club der Welt gekürt wurde, und das noch vor berühmten Ausgeh- Locations in London und Ibiza? Das ehemalige Kraftwerk aus den 50er Jahren heizt nun die partyhungrige Gesellschaft mit Musikrausch, Hemmungslosigkeit und Ekstase kräftig ein. Und in der Tat ist der "Tempel für Techno und House" eine angesagte Pilgerstätte für Techno- und Rave- Liebhaber, und die Liste der Namen internationaler Dj's, die eine Lobeshymne auf den Berliner Club ablassen, ist lang!

Dj's aus den USA, Großbritannien und Frankreich kommen angereist, um im Berghain im exklusivem Ambiente ihre Platten aufzulegen, und Namen wie André Galuzzi, Marcel Dettmann, Ben Klock sind auf dem hauseigenen Plattenlabel "Ostgut" verewigt. Ebenso haben schon Inga Humpe und Tommi Eckart von 2raumwohnung hier zum Tanz aufgefordert…

Vielleicht ist es aber auch die Tatsache, dass in den alten Industriegebäuden bewusst zwei unterschiedliche Nutzungen vermischt werden, was den Club so einzigartig und angesagt macht: Denn das Berghain funktioniert nebenbei auch erfolgreich als Kulturzentrum, in dem regelmäßig Lesungen stattfinden und Theateraufführungen, Konzerte und Tanzperformance abgehalten werden.

Wer einmal das Vergnügen hat, hinter die Kulissen zu gucken, der entdeckt aber noch ganz andere Vorzüge, die die bizarre Lokalität auf den zweiten Blick gleich ein wenig von den anderen Clubs absetzen: Den Eingangsbereich zieren wandhohe Installationen des polnischen Künstlers Piotr Nathan, Marc Brandenburgs kirchenfensterähnliche Arbeiten unterstreichen hingegen den etwas kathedralhaften Charakter des Ambientes, und die sexbetonten Fotografien von Wolfgang Tillmanns schmücken die Wände der Panoramabar im 2.Stock.

Überhaupt spielt Sex eine ganz besondere Rolle im Berghain: Auf den Toiletten bleiben Männlein und Weiblein gleich gerne mal unter sich, und hinter der großen Tanzfläche auf der ersten Etage befindet sich ein Lustbereich mit dunklen Gängen und abgeteilten Kabinen für das große Verlangen zu vorgerückter Stunde. Das "Lab.oratory" im Erdgeschoß bietet ebenso Liegeflächen an, Vorhänge sollen hier vor neugierigen Blicken schützen…

Im Berghain vermischt sich alles, was Rang und Namen hat mit dem "einfachen" Volk. Raver, Heteros, Homos und Freaks – alle sind hier willkommen und keiner wird bevorzugt. Und da hilft auch eine Gästeliste nichts, Hoffen und Bangen in der Schlange vor den Eingang müssen alle, um einmal in den Genuss des weltberühmten Berghainer Flairs kommen zu dürfen…

Quelle: welt.de, tagesspiegel.de
Bild: bartvanpoll (Flickr)

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