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Teatre-Museu Dalí in Figueres: Auf den Spuren des exzentrischen Künstlers

Seit der Eröffnung 1974 kommen Jahr für Jahr unzählige Besucher in das 'Teatre-Museu Dalí'. Salvador Dalí war wohl einer der berühmtesten und erfolgreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Noch zu Lebzeiten hat sich der spanische Maler selbst ein Denkmal gesetzt und begann 1970 mit dem Umbau des alten Museums in seiner Heimatstadt Figueres im Norden des Landes. Ein großes surrealistisches Objekt sollte es laut Aussage des Künstlers werden, in dem die Besucher einen theatralischen Traum träumen dürfen. Dies ist ihm gelungen!

Schon von außen ist der Betrachter von dem Bauwerk überwältigt. Gigantische eierförmige Skulpturen wurden auf das Dach montiert und die rote Fassade ähnelt dem Relief eines Brötchen. Längst zum Wahrzeichen der Stadt ist auch die Glaskuppel des Theaters geworden.

Doch auch im Inneren überzeugt das Museum und gilt bis heute als eine der größten surrealistischen Installationen der Welt. Gleich am Eingang begrüßen vergoldete Art-déco-Schaufensterpuppen die Besucher und geleiten diese zu den zahlreichen Highlights auf dem Museumsrundgang. Da ist zum Beispiel das komisch anmutende Sofa und das dazu nicht passende Regal an der Wand, die sich erst aus der Entfernung als Elemente des Gesichts der Hollywood-Diva Mae West entpuppen.

So umstritten der Künstler auch war, eines versteht der Besucher des Museums schnell: Hier war ein großer Meister am Werk, der als Symbol für den Surrealismus steht. So extravagant sein Leben, so großartig und berauschend auch seine Kunst! Auch nach seinem Tod setzt der Künstler noch Maßstäbe. Seine letzte Ruhe fand der Exzentriker in dem Museum selber, denn dort liegt er einbalsamiert in der Krypta unter der Glaskuppel. Auch nach dem Tod sucht der große Meister die Öffentlichkeit!

Quelle: focus.de
Bild: inyucho (Flickr)

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