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Bundeswehr sucht nach Absturzursache des Tornado-Kampfjets

  • Alberto Pizzoli/AFP/Getty Images

In der gestrigen Donnerstagnacht ist ein Kampfjet der Bundeswehr vom Typ Tornado in der Eifel unweit der Autobahn A 48 abgestürzt, Pilot und Co-Pilot blieben nahezu unverletzt und konnten sich über die Schleudersitze rechtzeitig retten. Die Bundeswehr hat die Absturzstelle weiträumig abgesperrt und sucht vor Ort nach Hinweisen für die Ursache des Absturzes.

Südöstlich von Laubach (Kreis Cochem-Zell) vollzog die Bundeswehr am gestrigen Donnerstagabend einen Übungsflugs mit mehreren Tornado-Kampfjets, von denen einer aus bisher noch unbekannten Gründen abstürzte. Ein Sprecher der Bundeswehr bestätigte mittlerweile das Eintreffen eines militärischen Expertenteams der Bundeswehr. Allerdings müsse man erst einmal das Morgengrauen abwarten, um unter besseren Lichtverhältnissen weiter nach verstreuten Flugzeugteilen des abgestürzten Tornado-Kampfjets innerhalb des dafür abgesperrten militärischen Sicherheitsbereichs zu suchen.

Der Kampfjet vom Typ Tornado gehörte zum Taktischen Luftwaffengeschwader 33 in der Eifel. Auf diesem Fliegerhorst in Büchel/Cochem vermuten unabhängige Rüstungsexperten noch 10 bis 20 US-Atomsprengköpfe aus Zeiten des Kalten Krieges. Die Bundeswehr stationiert dort Kampfjets, um diese im Ernstfall damit bestücken zu können. Nur wenige Kilometer entfernt kam es in der vergangenen Nacht zu dem dramatischen Absturz.

Auf der Autobahn A 48 kam es in den heutigen Morgenstunden zeitweilig zu Sperrungen der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Laubach und Kaisersesch. Die Bundeswehr stellte verstreute Trümmerteile sicher. Die kurzzeitige Teilsperrung der Autobahn beeinträchtigte den Berufsverkehr indes nur geringfügig, teilte ein Sprecher der örtlichen Polizei mit. Den Piloten und seinen Co-Piloten versorgten die Notärzte noch in der Nacht. Nach Angaben der Bundeswehr landete der Pilot nach Betätigen des Schleudersitzes in einen Baum, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog. Der Co-Pilot landete unversehrt im Gelände. "Ich habe mit beiden Piloten sprechen können. Ihnen geht es gut", teilte ein Sprecher der Bundeswehr mit. Weitere Personen, Gebäude- oder Sachschäden gab es aber offenbar nicht, teilte die örtliche Polizei mit.

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