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Bukarest im Aufbruch

Überall entstehen neue Baustellen in der Zwei-Millionen Metropole von Rumänien. Viele Straßen sind aufgerissen und es hämmert und klopft an jeder Ecke. Gerade die Gegend um das Leipziger Viertel wird geradezu komplett saniert und die alten verblassten Fassaden der Häuser bekommen einen neuen Anstrich.

Bukarest ist im Aufbruch, aus alt wird Schritt für Schritt neu, so manche Straßennamen im Altstadtviertel wie Strada Kovaci für Schmiede erinnern an längst vergangene Zeiten. Aber auch andere Details wie die kleine Stavropoleos-Kirche in der alte Damen mit schwarzen Kopftüchern sich täglich zum Beten versammeln stehen für das alte Bukarest. Ein paar Straßenzüge weiter sieht man die graffitibesprühten Wände vom Club Suburbia in den sich viele junge Studenten tummeln. Ebenso ein Geheimtipp ist der Biergarten 'Terasa La Ruine', der neben einer zugewachsenen Ruine liegt.

Es ist genau der Mix, der die Stadt gerade sehr interessant macht, vielerorts werden in alten Gebäuden buchstäblich Platz gemacht für neue kreative Ideen. Das gilt vor allem sinnbildlich für das Leipziger Viertel, denn hier haben sich viele Künstler und Kreative aller Art niedergelassen. Es erinnert an das Berlin der Neunzigerjahre, die künstlerische Energie, der Aufbruch liegt in der Luft. Bukarests erste Fashion-Adresse, der Rozalb de Mura Store in der oberen Etage eines historischen Hinterhofs, wo einst Glasmacher beheimatet waren, ist so ein Beispiel. Die Kreationen von Olah Gyarfas, dem Star des Labels, wurde 2006 mit dem Kontakt Fashion Award zum kreativsten Designer Osteuropas gekürt. In den anderen Räumen sind viele weitere Jungdesigner zu finden, die hier ihren Ideen frei Lauf lassen können.

Quelle: derstandard.at
Bild: Alexandra Bucurescu (Pixelio)

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