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Budapest: Die Renaissance der Klezmer-Bands

In den Straßen der ungarischen Hauptstadt Budapest kann man Musik pur erleben: An jeder Straßenecke steht ein ambitionierter Künstler, aus vielen Kneipen schallen traditionelle Klänge und viele Kulturangebote locken mit interessanten Konzerten und Liveauftritten. Ein Besuch Budapests lohnt sich!

Besonders interessant ist die Auferstehung einer vergessen geglaubten Musikart: Das Klezmer. So wurden im 15. Jahrhundert jüdische Wandermusiker genannt, die mit einer Kombination aus melancholischen Klängen und einladenden Tanzrhythmen von Stadt zu Stadt zogen und die Menschen begeisterten. Seit nun einigen Jahren sind diese Klänge wieder vermehrt im jüdischen Viertel der Stadt zu hören und es scheint zu einer Art Renaissance dieser Musik zu kommen. Immer mehr junge Leute greifen zu Geige, Klarinette, Trommel oder Kontrabass, sie finden sich zu Bands zusammen und erleben so gemeinsam eine musikalische Zeitreise in die Vergangenheit. Das Klezmer erfreut sich großer Beliebtheit und wird bisweilen auch 'Blues des 21. Jahrhunderts' genannt.

Darüber hinaus überzeugt Budapest mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Musikstilen- und events. Die typische Roma-Musik, der Jazz oder Klassik – alles ist hier zu finden. Wer es etwas derber mag, der kann zu dem alljährlich stattfindenden Sziget-Festival gehen: Hier kommen jedes Jahr über 50.000 Rockliebhaber zusammen, um mitten in der Stadt ein großes Musikfest zu feiern. So entsteht in der Hauptstadt ein riesengroßes Zeltlager und für ein verlängertes Wochenende haben die Rockfans aus der ganzen Welt die Stadt fest in ihrem Griff.

Quelle: welt.de
Bild: flay sepulcrast (Flickr)

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