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Boomender Übernachtungstrend für Reisefreudige: Couchsurfing

Lust auf eine Städtetour, aber noch keine Ahnung, wo man unterkommen soll, und das am besten so günstig wie möglich? Kein Problem - Couchsurfing ist eine ideale Reiseart, um neue, aufgeschlossene Leute kennenzulernen und gleichzeitig den Geldbeutel nicht zu sehr zu strapazieren.

Hinter Couchsurfing versteckt sich ein Netzwerk heimischer Sofas in aller Welt, auf denen man umsonst und privat nächtigen kann. Mittlerweile bieten viele Millionen reiselustige Internetuser über Online-Communities wie hospitalityclub.org, bewelcome.org oder couchsurfing.com ihre gemütlichen Sofas zum Übernachten und Lümmeln an. Im Gegenzug können auch sie diesen Service auf der ganzen Welt nutzen.

Natürlich sollten beim Sofa-Hopping ein paar Regeln beachtet werden, damit der Aufenthalt unter dem fremdem Dach oder umgekehrt das Beherbergen eines Unbekannten auch reibungslos abläuft. Am besten durchstöbert man auf der Suche nach einer Unterkunft zunächst genau die auf den Online-Netzwerken angelegten Profile und Interessen der anderen Couchsurfer und tauscht sich mit ihnen persönlich in Chat und Email aus. Wenn die Chemie zu stimmen scheint, werden die Chancen auf eine Zusage und eine Bleibe, in der man sich wohlfühlt, gesteigert. Schließlich muss man eventuell einige Tage mit dem Gastgeber auskommen und unter einem Dach leben. Dazu gehört natürlich auch eine große Portion gegenseitiges Vetrauen.

Angekommen in der neuen Bleibe bestimmt der Gastgeber die Regeln, zum Beispiel, ob geraucht werden darf, ob man einen Zweitschlüssel bekommt, wann man zu Hause sein sollte oder ob das Telefon benutzt werden darf. Generell gelten die Gesetze, die ein Gast immer und überall einhalten sollte. Auch ein Gastgeschenk - eventuell aus dem eigenen Land - gehört zum guten Ton dazu.

Reisende sollten die Couchsurfing-Gastgeber ein bis vier Wochen vor ihrer Ankunft kontaktieren, denn längerfristige Anfragen könnten leicht in Vergessenheit geraten. Kurzfristige dagegen könnten den Eindruck erwecken, dass es sich eher um eine Hotel-Reservierung als um eine private Bleibe handelt.

Das Faszinierende am Couchsurfen ist, dass man überall auf der ganzen Welt auf Menschen trifft, denen man eventuell nie begegnen würde. Außerdem bekommt man durch Insidertipps und private Führungen direkt einen ganz anderen persönlicheren Zugang zu den Orten, die man besucht. Bleibt zu hoffen, dass das Sofa auch gemütlich ist...

Quelle: welt.de, spiegel.de
Bild: Yodel Anecdotal (Flickr)

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