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Boing 737: Luftfahrtbehörde greift ein

Die Boing 737 galt lange als sicheres und zuverlässiges Kurz- und Mittelstreckenflugzeug, doch nun hat die unternehmerische Idylle einen Riss bekommen, denn nach einem Vorfall letzte Woche müssen nun alle alten Boings 737, die seit den 1960er Jahren gebaut wurden, zur Inspektion.

Die Luftfahrtsbehörde FAA hat diesen Schritt angeordnet nachdem Anfang April eine Southwest-Maschine in den USA wegen eines kleinen Loches im Dach notlanden musste. Die Boing 747 war in den letzten 50 Jahren ein absoluter Verkaufsschlager, so dass nun knapp 200 Maschinen zurückgerufen werden müssen. Alleine in den USA gibt es 80 Flugzeuge, die nun auf Materialmüdigkeit überprüft werden sollen.

Der drastische Schritt der FAA ist durchaus zu begrüßen, denn bei dem Vorfall in der letzten Woche ist nur mit viel Glück niemand verletzt worden. In ungefähr 10.000 Kilometer Höhe kam es zu einem langen Riss in der Flugzeughaut. Die Piloten haben sofort reagiert und die Notlandung eingeleitet. Bei punktuellen Untersuchungen gleich nach dem Vorfall wurden weitere Mängel an Maschinen der Southwest-Fluggesellschaft gefunden. Southwest fliegt im Vergleich zu anderen Gesellschaften die ältesten Boing 747, so dass eine Überprüfung längst überfällig war.

Bereits 2009 gab es einen Vorfall bei Southwest. Hierbei musste eine Maschine wegen eines Lochs im Rumpf notlanden. Damals wurde keine Konsequenz daraus gezogen, ein Jahr später jedoch schon. Auf die Kunden des amerikanischen Fluganbieters kommen also harte Zeiten zu. Bereits am ersten Tag der Untersuchung fielen 70 der angekündigten Flüge aus. Der Konzern hofft nun, dass die Passagiere die Verbesserung der Sicherheitsstandards hoch bewerten und sich somit der Unmut über ausgefallene Flüge nicht ausweitet.

Quelle: focus.de
Bild: Michael Dorausch (Flickr)

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