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Bling bling: Las Vegas in der Finanzkrise

Wie sich Las Vegas in der Finanzkrise gibt, ist ein interessantes Indiz für die gesamte Entwicklung in den USA. Schon früher hieß es, man sehe in den Casinos der glitzernden Stadt das Bild der gesamten Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten. Heute gibt es viele Gäste in den großen Hotels der Stadt, die händeringend nach Fehlern suchen, um sich einen Preisnachlass zu sichern. Doch noch vor einigen Jahren war alles ganz anders, man verspielte hier viel mehr Geld und die Stadt schien in ihrer Entwicklung nicht zu stoppen.

Las Vegas war die Metropole, die am schnellsten überhaupt an Einwohnern wuchs, zuletzt wurden 7000 Neubürger im Monat registriert. Rund 37 Millionen Besucher kamen in den letzten Jahren jährlich hierher und man baute mit dem Boom immer neue Siedlungen in die Wüste. Doch die Rezession in den USA wurde nirgends so stark wahrgenommen wie hier und man litt stark in Las Vegas. Schließlich lebt man hier vom Tourismus und den Fernreisen, doch viele erwartete Gäste blieben einfach zuhause. Gerade die Besucher aus dem eigenen Land waren es, die Las Vegas zum Leben erweckten, doch wenn die ausbleiben, sinken automatisch die Einnahmen.

Die Hotelauslastung wurde nur noch zu 80 Prozent nachgewiesen, die Arbeitslosenquote stieg auf 12,3 Prozent. Von Arbeitslosigkeit betroffen waren vor allem Zimmermädchen, Barkeeper und Gärtner aus der Servicebranche. Als die Krise eintraf, gab es überall in Las Vegas riesige Bauruinen, denn man hatte gerade versucht, sich städtebaulich neu zu erfinden. Nun versucht man dennoch, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen und Las Vegas aus der Finanzkrise zu holen.

Quelle: zeit.de
Bild: Mike_fleming (Flickr)

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