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Ballarat: Geisterstadt inmitten der Wüste

Geisterstädte in den USA zeichnen sich vor allem durch eines aus: Hier ist es sogar bei Tag unglaublich gruselig. Sie sieht aus wie die typische Geisterstadt im Film: Hier stehen verlassene Lehmhäuser und ein verfallener Krämerladen, außerdem ein paar alte Bretterbuden, die ebenfalls unbewohnt sind. Am äußeren Zipfel Kaliforniens findet sich dieser Prototyp einer Geisterstadt, wo früher die Goldgräber ihre Unterkünfte gebaut hatten. Rock Novak wartet wie jeden Tag im Geisterstädtchen und wartet auf ein paar Touristen, die gegen einen kleinen Obolus alte Geschichten hören wollen.

Von denen gibt es viele in diesem verlassenen Ort, wo seit vielen Jahrzehnten kein Einwohner mehr gesehen wurde. Und tatsächlich entstand dieser Ort während der großen Goldsuche. Damals waren die Saloons noch am Leben und gab es hier noch einen Sheriff. Ende des 19. Jahrhunderts war Ballarat entstanden, als im Nachbartal in Panamint Valley Gold gefunden wurde. Ganz in der Nähe von Death Valley wurde zu jener Zeit aus Nichts ein Städtchen erbaut, zur Blütezeit waren hier um die 500 Einwohner zuhause. Für diese recht kleine Einwohnerzahl gab es aber sieben Saloons, vier Bordelle und drei Hotels. Am Payday, wenn der Lohn ausgezahlt wurde, konnten viele Goldgräber in Ballarat ihr Geld also direkt im Ort ausgeben.

Auch der Ort Bodie, östlich von San Fransisco gelegen zählt zu den bekanntesten Geisterstädten der USA. Hier werden die Häuser ebenfalls seit vielen Jahren in ihre Ursprung belassen, um Touristen in diese karge Gegend zu locken. Tatsächlich stehen hier noch Kirche und Saloons sowie die Mine, deretwegen vor über hundert Jahren die Menschen hier her kamen. Geisterstädte in den USA wirken gespenstisch, weil wie frisch verlassen.

Quelle: n-tv.de
Bild: Steve Ryan (Flickr)

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