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Bahn Streik zu Beginn der Herbstferien 2014

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In den Herbstferien 2014 könnte es für Bahnreisende zu längeren Wartezeiten kommen, denn die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat mit überwältigender Mehrheit beschlossen, ab nächste Woche in den Streik zu treten. 91 Prozent der Gewerkschaftler sprachen sich für den Arbeitskampf aus. Die Deutsche Bahn arbeitet bereits an einem Notfallplan.

Betroffen davon werden Millionen Pendler und Nutzer der Züge sein. Da die GDL im Vorfeld normalerweise nicht ankündigt, wo genau sie streiken wird, droht ein Chaos für Bahnreisende. Allerdings sind sich die Gewerkschaftler ihrer Verantwortung bewusst: "Wir gehen mit den Streikmaßnahmen verantwortlich um, da sie ja auch zulasten der Bahnreisenden gehen", sagt Gewerkschaftschef Claus Weselsky.

Die Forderungen der Lokführer sind klar umrissen. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Die Deutsche Bahn hat sich bisher dagegen ausgesprochen. Nun soll es zum Äußersten kommen und die Forderungen durch Streik durchgedrückt werden. Für die DB, die sowieso schon Probleme mit Einhaltung der Abfahrtszeiten hat, bedeutet das noch mehr Arbeit und Verspätungen oder Ausfällen von Zügen.

Allerdings ist man schon dabei, einen Notfallplan zu stricken. "Das Konzept beinhaltet die Erstellung von Notfahrplänen und Informationskonzepten, auch Busersatzverkehr, soweit möglich, soll eingesetzt werden", sagt ein Sprecher der Bahn gegenüber der BILD. Für die DB kommt dieser Streik zum ungünstigen Zeitpunkt, denn immer mehr Reisende schwenken schon auf wesentlich günstigere Fernbusse um. Das könnte sich durch den Streik der Lokführer in den Herbstferien 2014 noch verstärken.

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