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Bahn schafft Anglizismen ab

Weniger Englisch und mehr Deutsches soll es ab sofort bei der Bahn geben, denn wie die Rheinische Post Online mitteilt, will Bahn-Chef Rüdiger Grube die Anglizismen die bisher Verwendung fanden, wieder abschaffen. Angeschafft hat sie der frühere Bahn Chef Hartmut Mehdorn.

Unter Mehdorn gab es Tickets am Counter, die Kunden mussten bei Hotlines anrufen und wurden über Flyer zu besonderen Angeboten informiert. Das soll sich jetzt ändern und Fahrscheine wird es wieder am Schalter geben, Informationen gibt es wieder unter Service-Nummer und bei Neuigkeiten können die Kunden nun Handzettel oder Broschüren mitnehmen.

Den Stein brachte ein Lehrer der bayerischen Stadt Straubing ins Rollen, dem aufgefallen war, dass eine Kurzparkzone am Bahnhof mit dem Begriff 'Kiss & Ride' betitelt wurde. Dieser gab in einem Brief an den Straubinger Landestagsabgeordneten Ernst Hinsken zu Bedenken, dass der Begriff nur in den USA verwendet wird und selbst in England keinen Gebrauch erfährt.

In einem anschließenden Briefwechsel zwischen Grube und dem Abgeordneten Hinsken, versicherte Grube, dass unnötige Anglizismen abgeschafft werden. Allein Markenbezeichnungen wie die Bahncard, Intercity oder 'Call a Bike' sollen beibehalten werden, wobei der Fahrrad-Service noch den Zusatz 'Mietrad-Angebot' bekommen soll.

Englischsprachige Fahrgäste der Bahn werden auch nach wie vor, bei Durchsagen in den Zügen berücksichtigt und dürfen immer noch damit rechnen, begrüßt und verabschiedet zu werden. Allein die bisher unnötigerweise eingeführten Anglizismen werden von Bahn-Chef Rüdiger Grube wieder abgeschafft.

Bild: Bahn Homepage, Martin Ibert (Flickr)

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