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Bahn entschädigt Opfer mit 500 Euro

Die Bahn scheint langsam zu verstehen, dass die Probleme mit den ICE-Klimaanlagen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind und hat jetzt besonders betroffenen Kunden 500 Euro als Entschädigung angeboten. Mit besonders betroffenen Personen sind all jene Passagiere gemeint, die wegen der ausgefallenen Klimaanlagen ärztlich behandelt werden mussten.

Erst hatte die Bahn versucht, allen Opfern Reisegutscheine in Höhe von maximal 150 Prozent der bezahlten Ticketpreise anzubieten, war dafür allerdings stark kritisiert worden. Nun gibt es diese Reisegutscheine zusätzlich zu den 500 Euro. Reisegutscheine über 50 Prozent der Reisekosten erhalten all diejenigen, die Einschränkungen erlitten haben, ohne gesundheitliche Probleme davonzutragen.

Bisher habe die Bahn nach eigenen Angaben Gutscheine im Wert von 130.000 Euro an 2200 Antragssteller ausgeteilt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte ursprünglich eine Entschädigung von 300 Euro für wirklich alle Fahrgäste gefordert, aber das wäre die Bahn dann wohl richtig teuer gekommen.

Bisher hatte die Bahn ausgeschlossen, dass der Grund für die Fehler Mängel in der Wartung seien, aber interne Dokumente beweisen, dass sich seit der ersten Hälfte des Jahrzehnts die Abstände zwischen Wartungen kontinuierlich vergrößert haben. Die Bahn wollte sich zu diesen Informationen aber nicht äußern.

Die Bahn überprüft jetzt, ob die Klimaanlagen in den ICE 2 im November nachgerüstet werden, auch wenn die Geräte als nicht sicherheitsrelevant eingestuft worden sind. Am Donnerstag wird die Bahn sich erst einmal mit Verkehrsminister Peter Ramsauer und dem Verkehrsausschuss an einen Tisch setzen. Die Entschädigungen über je 500 Euro sollten zumindest die großen Wogen glätten.

Bild: YouTube 1 und 2

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