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'Das Gesicht des Bösen': Auf den Spuren Hitlers mit englischem Reiseunternehmen

Die Aufarbeitung des Dritten Reiches in Deutschland läuft auf Hochtouren. Die Deutschen haben gelernt, dass man nur mit einem offensiven Erinnern das Geschehene verarbeiten kann.

Die Engländer hingegen sind noch immer irritiert, wenn sie die Geschichte Deutschland touristisch aufarbeiten sollen. Anders ist die Protestwelle, die nun das englische Reiseunternehmen 'Historical Trips Ltd' auslöst hat, nicht zu erklären. Englische Historiker warnen vor einer Sensationsgier und vor einer Art Pilgereise.

'Das Gesicht des Bösen' – so der Titel der Pauschalreise auf den Spuren Hitlers zu den Originalschauplätzen – verspricht einen Einblick in das Leben und Schaffen von Adolf Hitler. Doch wirklich innovativ ist die Idee nicht und die Reise erzählt nicht viel neues. Los geht’s in München, wo die Teilnehmer den Bürgerbräukeller, der Ort, wo Georg Elsner 1939 versuchte Hitler umzubringen, die NSDAP-Zentrale und das Hofbräuhaus, wo Hitler 1920 die Partei gründete, besuchen.

Weiter geht es dann nach Nürnberg, wo die Nürnberger Prozesse stattfanden und das Reichsparteigelände noch heute zu besichtigen ist. Nach einem Abstecher zum Obersalzberg wird dann natürlich auch die Hauptstadt Berlin besucht, wo die Reisegruppe den Ort der Wannsee-Konferenz besucht. Ein historischer Ort, wurde doch hier der Holocaust detailliert geplant. Die Tour endet dann dort, wo auch Hitler sein Ende fand: Am Führerbunker.

Vom 11. bis zum 19. Juni können Interessierte auf diese Zeitreise gehen. Doch für das historische Interesse muss man viel bezahlen: Der Reisepreis beträgt 2400 Euro! Hier sind neben der Fahrt in einem 'modernen Luxusbus' auch die Übernachtungen in 4-Sterne Hotels inklusive.

Quelle: welt.de
Bild: Marion Doss (Flickr)

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