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Äthiopien - der grüne Süden

Das riesige Gebiet mit Savanne und Bergen hat neben den vielen Nationalparks mit der faszinierenden Tierwelt, vor allem eines zu bieten, sanften Tourismus. Hier kann man einerseits in netten, komfortablen Lodges in nahezu grünen Oasen wohnen, aber auch per Rucksack das Land und vor allem die einzigartige Gastfreundlichkeit der Menschen erfahren.

Es ist das Ursprüngliche, was in Südäthiopien hautnah zu erleben ist, das fasziniert. Am Omo Fluss wohnen die Stämme der Konso, Banna, Hamer und Mursi. Ihre Lebensweise scheint sich seit Jahrhunderten kaum geändert zu haben. Die Frauen tragen Metallbänder an den Armen und ihre Dhebi, also Lippenteller aus Ton, mit vollem Stolz. Die Männer treiben mit langen Stöcken Ziegen und magere Rinder. Sanften Tourismus gegenüber sind sie aufgeschlossen, dennoch sollte bei jedem geschossen Foto vorher gefragt werden. Eine Frage des natürlichen Respekts, aber sicherlich ist der Tourismus eine gute zusätzliche Einnahmequelle.

In Wenchi am Kratersee, fast drei Autostunden von Addis Abeba wurde mit Leuten aus den nahen Dörfern und Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ein nachhaltiges Tourismusprojekt aufgebaut. Viele Einheimische verdienen sich ein Zubrot als Führer, Fahrer und Pferdevermieter. Geboten werden Dorfleben, Reiten, Wandern, Vogelbeobachtung, Gästehäuser und Privatquartiere. Ein bisschen Afrika hautnah eben, doch wird einem spätestens vor Ort bewusst, das Land mit seinen 80 Millionen Einwohnern ist bitterarm, wer hier 100 Euro im Monat besitzt, gilt schon als besser gestellt. Dennoch gilt Äthiopien als sicheres Reiseland, man sollte nur besser auf Reisen an der Grenze zu Eritrea und Somalia verzichten.

Quelle: welt.de
Bild: Ulla Trampert (Pixelio)

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