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Aschewolke: Flugsperre wegen Vulkanausbruch hält an

Nachdem der Vulkanausbruch in Island den Flugverkehr in Europa zum Erliegen gebracht hat, scheint die Lage auch bisher vage zu sein. Wie Welt Online berichtet, wird das Flugverbot für den deutschen Flugraum nach wie vor aufrechterhalten. Bis 20 Uhr heute Abend hat die Flugsicherheit das bisherige Flugverbot ausgeweitet.

Zwischendurch wurde das Flugverbot gelockert, so dass von einigen deutschen Flughäfen aus wieder gestartet werden durfte. Zur Dämmerung trat das Verbot allerdings wieder in Kraft. Kein Wunder, kann die Aschewolke doch gerade über Nacht sehr gefährlich werden, da sie im Dunkeln von den Piloten nicht gesehen und von denen Instrumenten nicht gemessen werden kann.

Die Fluglinien kritisieren das bisherige Vorgehen der Flugsicherung und schätzen es als übertrieben ein. So argumentierte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber, dass es bereits eine Vielzahl von erfolgreichen Testflügen gegeben habe und dass Messungen der Aschewolke ergeben hätten, dass die Mischung der Wolke mit der Umgebungsluft so groß sei, dass Fliegen wieder ungefährlich sei.

Die Aufregung ist anteilig natürlich ökonomischen Ursprungs, verliert die gesamte Branche nach einer bisherigen Einschätzung doch täglich 150 Millionen Euro an Einnahmen, solange das Flugverbot aufrechterhalten wird. Ein weiterer Grund für den Zweifel am Flugverbot liegt darin, dass die bisherigen Entscheidungen auf Basis von Hochrechnungen des Volcanic Ash Advisory Centre in London getroffen worden sind.

Die Fluggesellschaften fordern allerdings eigene Messungen im deutschen Flugraum und so werden Atmosphärenforscher aus Deutschland noch heute einen Testflug in die Aschewolke starten. Der Messflug soll bis in 10 Kilometern Höhe stattfinden und letztendlich klären, wie hoch die Konzentration der Vulkanasche-Partikel in der Luft ist.

Auch wenn die Aufsichtsbehörden der einzelnen Länder über die jeweilige Freigabe des Luftraums entscheiden, wollen sich die EU-Verkehrsminister zu diesem Thema beraten. Aufgrund der erschwerten Reisebedingungen werden die Minister eine Videokonferenz abhalten. Die Tendenz ist aber eindeutig festgelegt und so hat Sicherheit vor allen anderen Faktoren oberste Priorität, wenn es um das Aschewolke-Flugverbot geht.

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