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Ärger wegen Brücke an der Mosel: Winzer bangen um ihren Wein

Mosel-Winzer im Rheinland Pfalz fürchten einen Brückenbau der Bundesstraße B 50n an der Mittelmosel - unter dem geplanten Neubau kann die Natur nachhaltig leiden. Internationale Weinkenner horchten auf, als von den Planungen an der Mosel berichtet wurde. Man befürchtet deutliche Schäden sowohl für den Mosel-Tourismus als auch für die berühmten Weinberge, die zum Teil an die 2000 Jahre alt sind. Geplant ist es, eine Trasse von 25 Kilometern Länge zu bauen, die 2016 fertig sein soll. Rund 300 Millionen Euro soll es kosten, Kritiker werfen den Planern eine riesige Geldverschwendung vor.

Langfristig würde nicht nur die Natur unter dem heftigen Einschnitt leiden, auch der Tourismus ist stark gefährdet. Die Bauarbeiten am Großprojekt könnten die wertvollen Weinberge an der Mosel ins Rutschen bringen und Schäden in ungeahnten Höhen hervorrufen. Auch die Wasserversorgung der Berge kann nicht garantiert werden, wenn ein so starker Eingriff in der Gegend vorgenommen wird. Experten befürchten eine Zerstörung der Kulturlandschaft an der Mosel, die unwiederbringlich ist.

Den Reisenews zufolge könnte der berühmte und beliebte Riesling von der Mosel Schaden davontragen, doch die Landesregierung sieht diese Probleme nicht. Als Vorzeigeprojekt werte man mit diesem Bau das Straßennetz besonders auf, es habe einen großen Nutzen für die Volkswirtschaft, dass die Brücke erbaut werde. Bis zum Bundesverwaltungsgericht hatten einige Gemeinden an der Mosel geklagt, doch in Mainz setzte sich die Regierung dennoch durch. Mosel-Winzer fürchten den Brückenbau nun immer stärker, die Bauarbeiten haben jedoch schon begonnen.

Quelle: frontal21.zdf.de
Bild: Wolfgang Staudt (Flickr)

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