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Antistress-Therapie an Flughäfen: Streichelhunde für genervte Passagiere

An drei US-Flughäfen gibt es sogenannte Antistress-Hunde, die wartende Passagiere beruhigen sollen und gestreichelt werden dürfen. Die Therapiehunde laufen ihre Runden bereits an drei US-Flughäfen: In Miami, Los Angeles und San José in Kalifornien. Ihre Aufgabe besteht nicht darin Drogen oder Bomben zu erschnüffeln, sondern aufgeregte und gestresste Flugpassagiere zu beruhigen. Zusammen mit ihren Besitzern stöbern sie wartende Passagiere auf, die ein bisschen tierische Ablenkung von langen Warteschlangen und ständig erhöhten Sicherheitskontrollen gebrauchen können.

Hundebesitzerin Liz Miller läuft montags und donnerstags eine Runde mit ihrer Hündin Casey durch das Terminal des Miami International Airport. Ihr fünfjähriger Golden Retriever trägt eine Flughafenweste und sie darf von allen gestreichelt werden. Casey ist ein Therapiehund und soll gestresste Passagiere beruhigen. Sie ist gut erzogen und sehr klug: Sie erkennt sofort, wenn jemand am Flughafen ein paar Streicheleinheiten oder aufmunternde Stupser braucht. Der Golden Retriever ist als offizieller "Airport canine ambassador" unterwegs - sie besitzt einen eigenen Flughafenausweis und sie hat sogar eine E-Mailadresse (casey@miami-airport.com). Auf ihrer Fanseite beim Miami International Airport (www.miami-airport.com/casey.asp) kann man sie sehen und bellen hören.

Casey ist aber nicht der einzige Therapiehund, der an einem Airport unterwegs ist: Am Flughafen von Los Angeles beruhigen mittlerweile 30 Therapiehunde die wartenden Fluggäste. Unter ihnen sind Dalmatiner, Spaniel, Pudel und Labradore. Sie tragen rote Westen mit der Aufschrift "Streichle mich!". Die Hunde sind alle gesund, sehr gut erzogen und leinenführig. Sie werden vor ihrem Einsatz auf ihre Eignung getestet - so müssen sie an Menschenmengen, Lärm sowie Gerüche gewöhnt sein. Heidi Hübner, Mitarbeiterin des "Pets Unstressing Passengers"-Programm sagt: "Du spürst, wie der Stresspegel sinkt. Die Menschen beginnen zu lächeln, Fremde sprechen miteinander und alle gehen weiter und fühlen sich richtig, richtig gut."

Vorreiter für die Idee war ein ein Flughafen-Geistlicher am Norman Y. Mineta San José International Airport in Kalifornien, der einfach seinen Hund mitbrachte und die Passagiere mit ihm aufmunterte. Das Projekt war von durchschlagendem Erfolg!

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