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Alkoholverbot im Nahverkehr stark diskutiert

Wie die FAZ Online berichtet, wird die Forderung nach einem Alkoholverbot im Bahnverkehr stark diskutiert. Die Maßnahme wurde von der GdP, der Gewerkschaft der Polizei, aufgrund des massiven Anstiegs von Gewaltdelikten im öffentlichen Nahverkehr vorgeschlagen. Die entsprechenden der Bahn nahen Verbände sind dem Vorschlag gegenüber offen, sehen allerdings Probleme in der Umsetzung.

Wie der Vorsitzende des GdP, Konrad Freiberg angibt, ist die steigende Gewalt eindeutig auf den Alkoholkonsum zurückzuführen: "Wo Alkohol im Spiel ist, kommt es vor allem bei Jugendlichen immer häufiger zu Sachbeschädigungen und Körperverletzung. Teilweise sind die Belastungen kaum noch zu ertragen." Deswegen regte der Verband auch ein Verkaufsverbot von Alkohol an Bahnhöfen an, gerade an denen der Bahnverkehr durch "Fußballchaoten" genutzt werde.

Der Vorsitzende der Bahngewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, begrüßte die geäußerten Vorschläge, äußerte aber gleichzeitg seine Bedenken bei der Umsetzung bei der derzeitigen Personallage. Bei der Umsetzung des Verbotes, müssten daher die Auftraggeber für den öffentlichen Nahverkehr mehr Geld für weiteres Personal zur Verfügung stellen. Hommel regte des Weiteren zu einem Runden Tisch an, an dem alle teilnehmen sollten, die sich für mehr Sicherheit im Bahnverkehr engagieren wollen.

Die Fahrgastverbände stehen dem Vorschlag der GdP skeptisch gegenüber. So würde man nach dem Verband Pro Bahn viele erwünschte Fahrgäste mit einer solchen Maßnahme vergraulen, obwohl sich Pro Bahn mit einem Alkoholverbot durchaus anfreunden könne. Der Fahrgastverband Allianz pro Schiene sprach sich gegen ein Verbot aus, da sich die Gewalt dadurch nicht vermeiden lasse. Die Zugbegleiter seien ohnehin überfordert und hätten Angst, weswegen der Verband mehr Personal, anstelle eines Alkoholverbots im Nahverkehr forderte.

Bild: viZZZual.com (Flickr), kaffeeeinstein (Flickr)

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