Excite

Airbus mit Defekt überquert den Atlantik

Die Geschichte klingt unglaublich, ist aber tatsächlich so passiert. Am 5. März startete ein Airbus in Chicago. Dabei setzte die Maschine mit dem Heck auf. Und trotzdem ist der Flieger mit Defekt quer über den Atlanik bis nach München geflogen, Probleme habe es nicht gegeben.

Der Jet verfügte über 221 Sitze. Und normalerweise kann es bei solch einem Defekt zu einem Druckabfall in der Kabine kommen. Das sei aber nicht geschehen, vermeldet die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Braunschweig. Die BFU untersucht derzeit den Vorfall gemeinsam mit der Lufthansa und katalogisiert ihn als "schwere Störung".

Am Aluminiumrumpf des Airbus seien deutliche Schleifspuren zu sehen. Nun soll geklärt werden, warum die Besatzung nicht auf den Zwischenfall reagierte. Das Magazin "Stern" meldet, dass der Flug, der achteinhalb Stunden gedauert habe, wie geplant in 11.000 Meter Höhe stattgefunden habe. "Die Druckkabine wurde nicht beschädigt", sagte ein BFU-Sprecher.

Wäre es zu einem Leck in der Druckkabine gekommen, hätte es in dieser Flughöhe verheerend werden können. Weitere Informationen will die Lufthansa noch nicht herausgeben. "Wir wollen das genau aufgeklärt haben", sagte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt. Bisher sei der Airbus mit der Kennung D-AIKJ noch nicht wieder zum Einsatz gekommen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2020