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Ärgerlich auch für Touristen: Die USA haben zu

Wer in diesen Tagen in die USA reist, der wird herb enttäuscht sein: Die Sehenswürdigkeiten haben geschlossen, denn in den USA steht alles still - weil die Regierung sich in einen "gridlock" manövriert hat, in eine Situation also, in der es nicht mehr vor oder zurück geht, ist die gesamte öffentliche Arbeit vorübergehend zwangsläufig niedergelegt - Shutdown.

Alle öffentlich Angestellten müssen ihre Arbeit niederlegen, nach Hause gehen und "Urlaub" nehmen - das bedeutet auch, dass alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen haben - Bibliotheken, Museen, Parks, Zoos und vieles andere, das Touristen eigentlich gern sehen wollen. Und so sind es insbesondere Touristen, die für das ganze Vorgehen überhaupt kein Verständnis haben - dafür, dass ein Staat tatsächlich einen geplanten Mechanismus hat, der dafür sorgt, das "nichts mehr geht".

Wenn man aber bedenkt, was von diesem Shutdown noch alles betroffen ist, bekommt man eine vage Vorstellung darüber, was dies für die Amerikaner bedeuten mag: Denn es sind ja eben nicht nur die Nationalparks, Denkmäler und öffentlichen Toiletten, die man jetzt nicht mehr besuchen kann. Alle "Centers for Disease Control and Prevention" - die Institute also, die aktiv werden, wenn eine Epidemie ausbrechen würde, haben geschlossen. Die Finanzierung von Schulen und Universitäten steht auf der Kippe, weil zwar weiterhin Geld fließen soll, es aber zu Verzögerungen kommen kann, die auch diese Einrichtungen handlungsunfähig machen. Einige Einrichtungen, die Essen für Vorschulkinder zubereiten, haben kein Geld mehr zur Verfügung das zu tun. Büchereien bleiben geschlossen, viele Wissenschaftler werden nicht mehr bezahlt...

Die USA wirken von außen gerade verschlossen und stecken fest; und wer im Urlaub vor einem berühmten Denkmal steht, kann das ganz bildlich vor sich sehen.

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