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Bonjour tristesse: Frankreich kämpft um seine Urlauber

Unfreundliche Kellner, heruntergekommene Hotels, kaum spezielle Angebote: Frankreich hat ein Urlaubs-Problem. Jahrelang lag das Land mit rund 80 Millionen Gästen jährlich weltweit an der Spitze der beliebtesten Urlaubsländer, doch die Konkurrenz holt auf.

Spanien und Italien haben in den letzten Jahren ihre Tourismuswirtschaft modernisiert und der allseits immer weiter wachsende Riese China holt auch als Urlaubsland kräftig auf. Daneben erscheinen weitere neue Konkurrenten auf dem Markt wie Russland oder Tschechien. Das Ergebnis: Von ehemals zwölf Prozent Marktanteil am Welttourismus hat Frankreich schon jetzt drei verloren und auch das Geld fließt nicht mehr wie früher: In Sachen Einnahmen liegt nicht nur Spanien vor unseren westlichen Nachbarn, sondern auch die USA.

Aber es kommt noch dicker für die "Grande Nation": Laut einer Umfrage des französischen Fremdenverkehrsamts fühlen sich nur 20 Prozent der Urlauber in Frankreich gut empfangen - in Spanien sind es 30, in Italien 33. Wer in Frankreich Urlaub macht, hat zu oft mit unfreundlichen Kellnern zu kämpfen, die vorgeben, kein Englisch zu verstehen, oder wird schon am Flughafen wie Ware abgefertigt.

Dagegen soll eine staatlich verordnete Charme-Offensive helfen: Das Personal wird geschult, die Hotels renoviert und den heute gängigen Qualitätsstandards angepasst. Darüber hinaus will Frankreich mehr für Öko- und Eventtourismus tun, seine berühmte Lebensart besser vermarkten. Wer in Frankreich Urlaub macht soll schließlich auch etwas haben vom viel zitierten "savoir vivre".

Quelle: welt.de
Bild: Dierk Schaefer (Flickr)

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